Ich war nie ein Nazi!

Filmabend zum Jahrestag des Kriegsendes 09.05.1945

Hat die Bundesrepublik, wie viele Politiker konstatieren, aus der nationalsozialistischen Vergangenheit gelernt? Ist aus dieser Vergangenheit ein gelungenes Aufarbeitungsmodell entstanden, dass wir nahezu freudig der Gegenwart und vor allem der Zukunft präsentieren können? Oder sprach sich ein großer Teil der deutschen Gesellschaft frei und startete mit der Lüge „Ich war nie ein Nazi“? Noch bis weit über die Ära Adenauer hinaus, haben viele Deutsche ihre Begeisterung und ihre Taten, aber auch ihre Feigheit vor Hitler und dem NS Staat verdrängt und verleugnet. Nahtlos knüpfte eine Nazi-Elite, insbesondere in der Justiz und der Verwaltung, an ihre früheren Karrieren an und prägten die politische Kultur der Bundesrepublik bis heute. Heutige Nazis sind keine Spinner (Joachim Gauck), sie sind eine Gefahr für die Zukunft und dies nicht nur in der BRD.

Wir wollen daran erinnern, wie ein Mann im Geiste von Sekundärtugenden wie Pflichtbewusstsein, Gehorsam, Sauberkeit, Ordnung und Kinderliebe täglich im KZ Auschwitz tausende Menschen ermorden ließ. Wir zeigen den Spielfilm „Aus einem deutschen Leben“, der auf den Lebenserinnerungen von Rudolf Höß basiert. Holocaustleugner, auch aus den Reihen der „Alternative für Deutschland“, beziehen sich auf die Autobiografie des Rudolf Höß und lassen sie unglaubwürdig erscheinen.

In der Regie von Theodor Kotulla, mit Götz George als Rudolf Höß, Elisabeth Schwarz, Hans Korte und Peter Franke präsentiert dieser Film „Aus einem deutschen Leben“ die „Normalität“ des Massenmords. In einer Diskussion soll an die Schwierigkeiten der Aufarbeitung der NS Verbrechen in der BRD erinnert werden. Ergänzend wird in einem Gespräch mit dem Schauspieler Peter Franke, über die Dreharbeiten und Wirkungen des Films gesprochen

„Aus einem deutschen Leben“ 145 Min, R: Theodor Kotulla, S: D mit freundlicher Unterstützung durch das Thalia Theater Hamburg.

TERMIN und Ort: Dienstag 09.05.17 - 19:30 im Nachtasyl, der Theaterbar im Thalia Theater, Alstertor 1, 20095 HH. Der Eintritt ist frei!

No Pasaran!

Wir erinnern an den Beginn des Spanischen Bürgerkrieges vor 80 Jahren

am 31. Mai 1939 wurde durch die Einlaufparade der „Kraft durch Freude“ Schiffsdampfer „Wilhelm Gustloff“, „Rober Ley“ und des Segelschulschiffes „Horst Wessel“ die Siegreiche Rückkehr der „Legion Condor“ im Hamburger Hafen gefeiert. Zehntausende Hamburger standen Spalier, und feierten demonstrativ das Defilier der deutschen Truppen zur Unterstützung des Spanischen Diktators Francisco Franco, von den Landungsbrücken zum Hamburger Rathausmarkt. "Hamburg und Feldmarschall Hermann Göring begrüßte die Heimkehrenden Söldner überschwänglich und glücklich." (laut Hamburger Fremdenblatt).

Antifaschisten aus der ganzen Welt sahen in dieser kriegerischen Auseinandersetzung den Beginn und eine Entscheidung in der zukünftigen Bekämpfung des deutschen und internationalen Faschismus. Wir werden die Entwicklung und die Kultur der Spanischen Arbeiterselbstverwaltung vor dem Beginn des Spanischen Bürgerkriegs im Juli 1936 beschreiben. Dazu zeigen wir den Dokumentarfilm "Die Utopie leben" von Juan Gamero und den Spielfilm "Land & Freedom" von Ken Loach. Beide Filme vermitteln anschaulich das Lebensgefühl, die Selbstorganisation und die Solidarität der spanischen Zivilbevölkerung, die durch den Krieg der putschenden Generäle um Francisco Franco ein Ende erfuhr, und hunderttausende Spanier im Krieg, oder in den Foltergefängnissen Francos ihr Leben beendeten. Auch erinnern wir an die Unterstützung Francos durch das faschistische Italien und Deutschland, ohne deren Hilfe, insbesondere durch die „Legion Condor“ der Sieg der Faschisten in Spanien nicht ermöglicht werden konnte.

In den Biografien von Juan und Diego Moreno (Onkel und Großvater von Marco Moreno), sie waren Landarbeiter und kämpften während des Spanischen Bürgerkriegs für die Republik auf Seiten der Anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT, werden persönliche und politische Entscheidungen in dem heterogenen Kampf gegen Franco sichtbar. Beide waren an diversen Kämpfen und Schlachten beteiligt. Juan Moreno wurde gefangen genommen und musste in der Haft schwere Folter durchleiden. Diego Moreno gelang nach dem verlorenen Bürgerkrieg die Flucht nach Frankreich. Nach der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen verliert sich seine Spur zwischen einem französischen Internierungslager "Argeles sur mer" und dem österreichischen Konzentrationslager Mauthausen. In dem viele der in Frankreich mitinternierten Spanier ermordet wurden.

"Die Utopie leben“ 95 Min, R: Juan Gamero, S: D & „Land & Freedom“ 110 Min, R: Ken Loach, S: E/S OmU: D # mit freundlicher Unterstützung durch die Insel - Lichtspiele und der Bezirksversammlung Hamburg - Altona

TERMIN: SA 05.10.16 # 14 – 19 Uhr (Pause inklusive) Einlass 13:45 Uhr # Flora # Achidi-John-Platz 1 # 20367 Hamburg # Entrada Libre! Eintritt ist frei!

Il Vangelo Secondo Matteo

Pier Paolo Pasolini - zum vierzigsten Todestag

Rom 1962, Papst Johannes XXIII beabsichtigte die feudalen und patriarchalischen Strukturen der Katholischen Kirche zu verändern und zu einer Kirche „von unten“, mit partizipativen Anteilen der Gläubigen auszurichten. Als erstes Sichtbares Zeichen für diesen Richtungswechsel der Kirche verschenkte der im Volksmund genannte „Papa buono“ - „der gute Papst“ seine Mitra, die Papstmütze, an einen verarmten Bauern. Von dieser Geste war der bekennende Atheist, Kommunist und Homosexuelle Regisseur Pier Paolo Pasolini beeindruckt und nahm den Auftrag der Katholischen Kirche einen Film über das Leben Jesu Christi zu entwickeln an.

Die christlichen Kirchen und ihre angeschlossenen Ordensgemeinschaften sowie die mit ihnen eng verstrickten Europäischen Monarchien sind verantwortlich für jahrhundertelange Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen, Atheisten und Geisteswissenschaftlern, insbesondere im Zeitalter der Aufklärung. Im Bewusstsein einer mangelhaften Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels des Christentums beteiligen wir uns an diesem besonderen Abend der ev. Emmaus Gemeinde und Ehren Pier Paolo Pasolini mit einer Einführung zu Leben und Werk PPP's. Im Anschluss der Film. Italien 1964, 130 Minuten, s/w # mit freundlicher Unterstützung durch die Insel - Lichtspiele

TERMIN: 28.03.16 # 19:30 # Ev. Emmaus - Kirche # Mannesalle # 21107 Hamburg # EINTRITT Spende für „Ärzte ohne Grenzen“!

KURS GALAPAGOS

Das Abenteuerliche Leben der Gebrüder Angermeyer

Als in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht kommen, verkaufen Heinrich Johannes und Marie Angermeyer ihr Haus und schenken ihren Söhnen Karl, Gusch, Hans, Hein und Fritz ein hochseetaugliches Segelschiff. Zu groß ist die Sorge der Eltern aus Hamburg - Harburg, ihre Söhne im Krieg zu verlieren. Pfingsten 1935 stechen die Brüder in See, Kurs: die Galapagos-Inseln. Nach zwei Jahren abenteuerlichen Reisens landen sie auf dem kaum erforschten Archipel und beginnen ihr gefahrvolles Robinson-Leben, auf das schon bald die bedeutendsten Forscher der Welt aufmerksam werden. Der Hamburger Fotograf Matthias Stolt erzählt diese einzigartige Lebensgeschichte seine Grossonkel, mit Bildbeamer. Eine Kooperation mit dem Infoladen Wilhelmsburg und der Buchhandlung Lüdemann.

TERMIN: 31.01.16 # 19:00 # Turtur # Dursun-Akçam-Ufer # 21107 Hamburg # Eintritt ist frei!

Mein Leben mit der Septemberdiktatur

Türkischer Militärputsch 1980

Am 12. September 1980 putschten unter Führung General Kenan Evrens, faschistische Militärs an die Macht in der Türkei. In der Folge gerieten tausende Oppositionelle in Haft, wurden gefoltert und ermordet. Der türkische Dokumentarfilmer Cahit Akçam war Student und Mitglied im Devrimici Yol oder Dev-Yol (der Revolutionäre Weg) einer bewaffneten linken Widerstandsbewegung. Akçam erzählt vom Widerstand vor und nach dem Militärputsch, der Willkür und den Repressionen der türkischer Junta, der Folter in den Gefängnissen, der er selbst zehn Jahre lang ausgeliefert war und der Gründung der Stiftung "Solidarität", deren Zweck die Fürsorge von Opfern und Hinterbliebenen dieses Putsches ist. Plus Dokumentarfilm (ca. 25 Minuten) und Übersetzung türkisch/ deutsch. Eine Kooperation mit dem Infoladen Wilhelmsburg.

TERMIN: 17.01.16 # 19:00 # Turtur # Dursun-Akçam-Ufer # 21107 Hamburg # Eintritt ist frei!

AÇILIS TÖRENI

Einweihungsfest des Dursun-Akçam-Ufer

Dursun Akçam (1930-2003) war ein Lehrer, Journalist, Gewerkschafter, Buchautor und Kollege der Bücherhalle Wilhelmsburg. Für seine interkulturelles Engagement auf Wilhelmsburg wurde er mit dem Dursun-Akçam-Ufer durch die Stadt Hamburg geehrt. Das wollen wir in Anwesenheit der Familie Akçam, Menschen aus Wilhelmsburg und Vertretern aus Politik und Verwaltung feiern. Mit einem Spaziergang vom Sanitas Park (Anglersteg gegenüber der Hofa) und einem Fest ab ca. 17 Uhr im Heilgarten/ interkultureller Garten im südlichen Teil des Dursun-Akcam-Ufers. Musikalische Begleitung: Cemalettin Zeyrek & Group, Sedat und Aysel Atasoy Boyraz, Ulrich Kodjo Wendt. (Gefördert durch die Hamburger Stiftung für Wissenschaft und Kultur / Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma).

TERMIN: 29.08.15 16 # 17:00 # Sanitas Park # 21107 Hamburg # EINTRITT FREI!

"Wilhelmsburg ist eure neue Heimat!"

Wir erinnern an Dursun Akçam, Lehrer, Autor, Journalist und Mittler zwischen den Kulturen

Das friedliche Zusammenleben der vielen Kulturen wird heute in Wilhelmsburg von den meisten Menschen als Normalität wahrgenommen. Zu dieser friedvollen Normalität bedurfte es eines langen Weges und vielfältiger interkultureller Verständigungsarbeit um Ängste vor Fremden und Rassismus abzubauen. Der ehemalige Mitarbeiter der Bücherhalle Wilhelmsburg Dursun Akçam erwies sich dabei als Brückenbauer zwischen den Kulturen. Die Politik vor Ort, im Bezirk und Bürgerschaft beabsichtigt das interkulturelle Wirken Dursun Akçams auf Wilhelmsburg zu ehren und befasst sich mit einem Antrag zur Benennung des Wanderweges östlich des Veringkanals nach seinem Namen.

Wir wollen an den Menschen und die Persönlichkeit Dursun Akçams erinnern. Marco Moreno wird dazu aus dem Leben Dursun Akçams und seinem Wirken für Wilhelmsburg erzählen. Anschließend liest der Schauspieler Fahri Yardım aus Akçams deutsch-türkischen Buch „Trautes Heim - Glück allein!“ oder wie Türken die Deutschen sehen (Alaman Ocagi) lesen. Das Buch beinhaltet Stimmen in Deutschland lebender Türken Anfang der 1980er Jahre zu ihrem Bild von den Deutschen nach zwanzig Jahren Arbeitsmigration aus der Türkei. Zu Wort kommen Arbeiter, Studenten, Ärzte, Geschäftsleute und andere Personengruppen, aus humorvoller aber auch nachdenklicher Perspektive. Lesung: Fahri Yardım, Musik: Arne „Tingel“ Theophil und Ulrich Kodjo Wendt; Konzept & Moderation: Marco Moreno

TERMIN: 24.04 2015 # 20:00 # BÜCHERHALLE WILHELMSBURG # Vogelhüttendeich 45 # 21107 Hamburg # EINTRITT FREI!

Unsere Perle die Bücherhalle!

Zum 111. Jubiläum der Bücherhalle Wilhelmsburg

Jenseits der "schönen neuen Welt" auf der "schwimmenden Zitrone" geprägt durch IBA & IGS und ihrer Eventkultur erzählte diese Musikalisch-, Literarisch- und Szenische Revue die Wechselvolle Geschichte der Bücherhalle Wilhelmsburg im Kontext des Wandels vom hochroten Arbeiterrevier, über das Städtisch organisierte "Ghetto", zum Gentrifizierten Stadtteil der „Hippen Leute“ aus der Perspektive der Armutseinwanderen und Geflüchteten.

Nach mehr als 160 Jahren der Zuwanderung auf die Elbinsel hatte sich bisher noch kein Bundeskanzler oder Hamburger Bürgermeister auf ein Selfie mit ihnen, den Zugewanderten Deutschen eingelassen, und so war uns der Blick von außen auf die hiesigen psydoliberalen Deutschen Verhältnisse und ihr jeweiliger Zugang zu Bildung und zur Bücherhalle ein Herzensanliegen. In Liedern und Texten aus Polen, Russland, Andalusien, Anatolien und Rumänien huldigten wir daher auch den Armutsarbeitern, die erst seit den 1960ziger Jahren durch die Bücherhalle Wilhelmsburg eine Aussicht auf Bücher und Bildung bekamen, aber schon einhundert Jahre zuvor und in großer Zahl vom „Ehrbaren Hamburger Kaufmann“ mit falschen Versprechungen auf großen Lohn, aus der fernen Heimat zu Gefahrvoller Schwerst- und Drecksarbeit ins "Goldland Wilhelmsburg" gelockt wurden. Sie lebten und leben zum Teil auch heute noch in Elendsquartieren auf der Elbinsel und sahen sie sich stets viel Deutschen Rassismus und Fremdenhass ausgesetzt.

Mittendrin die Bücherhalle Wilhelmsburg als eine Art "Melting Pot" und ausgleichenden Kraft mit ihren vielfältigen Kultur- und Bildungsangeboten, die sie für alle Bewohner und insbesondere für Kinder und Jugendliche des Stadtteils bis heute so Wertvoll macht. Wir behaupten froh und stolz, dass sie sich von der Deutsch-Nationalen „Öffentlichen Lesehalle“ in der Obrigkeitshörigen, Kaiserlich- Preußischen Provinz, zu einer sozialen Institution der Aufklärung und zu einem Brückenbauer zwischen den Kulturen entwickelt hat. Ein Würdevoller Abend mit viel Vergnügen, einem großartigen Publikum und Ulrich Kodjo Wendt an der Handharmonika und Arne "Tingel" Theophil an Gitarre & Bass; Konzept, Moderation & Gesang: Marco Moreno

TERMIN: 29.08.14 # 19:00 # BÜCHERHALLE WILHELMSBURG # Vogelhüttendeich 45 # 21107 Hamburg # EINTRITT FREI!

ADRESSAT UNBEKANNT

Holocaust Gedenktag & Novemberprogrome 1938

Im Fokus dieser Briefprosa stehen die Lebenswege zweier Freunde, des jüdischen Kunsthändlers Max Eisenstein in Kalifornien und des aufstrebenden deutschen Unternehmers Martin Schulze in München in der Geschichte beider lässt sich einmal mehr das Unfassbare des Holocaust erahnen. Kathrine Kressmann Taylor schrieb diesen Briefwechsel jedoch nicht nur als ein Stück Literatur zur deutschen und jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Es ist auch die Geschichte vom Erstrahlen und vom Untergang einer Freundschaft, einer Freundschaft zweier Menschen, die vom kollektiven Wahn einer ehemaligen Kulturnation auseinandergerissen wurden. mit Rainer Wolke, Inszenierung: Saskia Junggeburth; Dauer ca. 70 Min.

TERMIN: 09.11.14 # 20:00 # HAUS BEDA # Dr. Hanns Simon Stiftung # Bedaplatz 1 #54634 Bitburg

TERMIN: 05.02.14 # 19:30 # BÜCHERHALLE WINTERHUDE # Winterhuder Marktplatz 6 # 22299 Hamburg

TERMIN: 24.01.14 # 19:30 # HONIGFABRIK # INDUSTRIESTR. 125 # 21107 Hamburg # Eintritt FREI

WEIL ICH KEIN UNRECHT VERTRAGE

40 JAHRE FASCHISTISCHER PUTSCH IN CHILE - TEIL 1 - HARALD EDELSTAM

Gustaf Harald Edelstam war schwedischer Diplomat und während des Militärputsches in Chile 1973 Botschafter. Mehr als 1300 Menschen verdanken ihm das Leben, da er sich couragiert für Oppositionelle einsetzte. Bereits im 2. Weltkrieg rettete Edelstam hunderte norwegische Widerstandskämpfer und Juden vor dem Zugriff der Gestapo. Mit einem mutigen Engagement für die in ihrer Botschaft in Santiago de Chile eigeschlossenen, kämpfenden und von Panzern bedrängten Kubaner erklärte er diese zu schwedischen Staatsbürgern. Mit einer schwedischen Flagge stellte er sich zwischen Botschaft und Pinochet-Truppen, worauf diese das Feuer einstellten. In dieser Situation erkläre er die Kubanische Botschaft zu schwedischem Territorium und somit konnten die Kubaner wenig später in ihre Heimat ausreisen. Auf eine später an Edelstam gestellte Frage, warum er sich so engagiert hätte, antworte er lapidar: "Weil ich kein Unrecht vertrage! (Gefördert durch die Bezirksversammlung Hamburg - Altona)

TERMIN: 05.10.13 # 17:00 # FLORA # Achidi-John-Platz 1 # 20357 Hamburg # Entrada Libre - Eintritt FREI

EL DERECHO DE VIVIR EN PAZ

40 JAHRE FASCHISTISCHER PUTSCH IN CHILE - TEIL 2 - VICTOR JARA

Am 11. September 1973 putschte, von der CIA unterstüzt, das Militär in Chile. Tausende Regimegegner wurden in Pinochets Foltergefängnissen ermordet. Unter Ihnen, der Folksänger Víctor Jara. Er zählt als einer der großen Vertreter der "Nueva Canción" (Neues Lied). Dies war eine große revolutionäre Bewegung in Südamerika, an der viele Künstler und Gelehrte teilnahmen. Víctor Jaras politische Ideen waren wichtige Teile seiner Stücke. Er war – wie viele progressive Sänger Südamerikas – überzeugter Kommunist und Leiter der Künstlerabteilung der Kommunistischen Partei Chiles. Er gab, zusammen mit anderen Sängern, Konzerte zugunsten von Salvador Allende und der Unidad Popular, einer Sammelbewegung links stehender Parteien. Wir erinnern an die unbeugsame Stimme Chiles. Der Schauspieler und Sänger Peter Franke gestaltet diesen ausgewöhnlichen Abend. An der Guitarra Acustica: Emanuel Leander König

TERMIN: 05.10.13 # 20:00 # FLORA # Achidi-John-Platz 1 # 20357 Hamburg # Entrada Libre - Eintritt FREI

"Ich versprach euch einmal zu erzählen...a naye Geshikhte"

Auf Yiddish gesungen und auf Deutsch gelesen

Dieser Abend entführt in die Welt der jiddischsprachigen Literatur und des unbegleiteten jiddischen Gesangs des 19. und 20. Jahrhunderts.Er ist einer unglaublichen Vielfalt und dem Facettenreichtum von Sichtweisen, Darstellungsarten und Themen in Literatur und Lied gewidmet, wie Literatur und Liedgut jüdisches Leben überliefern, beschreiben und kommentieren. Ob humoresk, mit sarkastischem Ernst oder einfach und direkt - immer aus dem Leben erzählend! Lassen Sie sich in einem Gewebe aus Gesang von selten gehörten, oft durch Feldaufnahmen überlieferten Liedern und Erzählkunst, von Jossel Birstein bis Avrom Sutskever, ein Stück europäischer Geschichte erzählen, die Bögen spannt zwischen speziell und universell, sowie zwischen Vergangenem und Aktuellem. Dieses Programm haben wir zusammen mit der Sängerin Petra Frühling entwickelt, die uns einfühlsam und pur in den musikalischen Teil des Abends mitnimmt. Gesang, Moderation und gelesener Text ca. 100 Min.

TERMIN: 25.10.14 # 19:00 # KULTURSCHLOSS WANDSBEK # Königsreihe 4 # 22041 Hamburg

TERMIN: 21.09.14 # 19:00 # ZINNSCHMELZE BARMBEK # Maurienstraße 19 # 22305 Hamburg

TERMIN: 23.05.14 # 20:00 # BÜRGERTREFF ALTONA # Gefionstraße 3 # 22769 Hamburg

TERMIN: 21.11.13 # 18:00 # JÜDISCHES MUSEUM # Prinzessinstraße 7-8 # 24768 Rendsburg

TERMIN: 27.09.13 # 19:00 # BÜCHERHALLE WILHELMSBURG # Vogelhüttendeich 45 # 21107 Hamburg # EINTRITT FREI!

RUDOLF MOKRY - ER WAR EINER VON UNS!

Ein Abend für den Widerstandskämpfer Rudolf Mokry

Seit 1. Juni liegt für Rudolf Mokry ein Stolperstein, vor dem Haus Otterhaken 5 im Reihersteig. Rudolf Mokry war Schlosser, Kommunist, Ju-Jutzu Sportler und stammte ursprünglich aus Neuhof. Das Scheitern eines Parteiübergreifenden antifaschistischen Kampfes gegen die Nazis nahm er zum Anlass mit ca. 100 Jugendlichen eine Gruppe aufzubauen, in der die unterschiedlichsten Gegner des Nazi-Regimes versammelt waren: Kommunisten, Sozialdemokraten, jüdische Jugendliche, Christen. Bei Wanderungen in die Nordheide vermittelte er diesen auch seine Kampfsporttechniken, um sich gegen Übergriffe der Hitlerjugend und der SA zu wehren. Er wurde 1937 wegen Hochverrats verhaftet, verurteilt und 1944 im KZ Sachsenhausen ermordet. Mitglieder der "Initiative für ein soziales Wilhelmsburg e.V." forschten, in monatelanger Kleinstarbeit den Lebensweg Mokrys nach und finanzierten auch seinen Stolperstein. Mit den Ergebnissen dieser Forschungsarbeit will die Initiative, sowie die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg und dem Moderatorenduo "2 gegen den Strom" an einen Wilhelmsburger, für den Zivilcourage kein Fremdwort war, erinnern.

TERMIN: 13.09.15 # 11:00 # Peter-Weiss-Haus # Doberaner Str. 21 # 18057 Rostock # EINTRITT FREI!

TERMIN: 20.06.13 # 19:30 # HONIGFABRIK # INDUSTRIESTR 125 # 21107 HAMBURG # EINTRITT FREI!

HIER WÄRE ICH ZUHAUSE GEWESEN

Ein literarisch-musikalischer Rundgang zu den Stolpersteinen

Stolpersteine – Spuren jüdischen Lebens in Wilhelmsburg. Ein Rundgang im Reiherstiegviertel mit musikalischer Begleitung von "Massel Klezmorim". 2012 erschien das Buch "Stolpersteine in Harburg, Wilhelmsburg und auf der Veddel – biografische Spurensuche". Die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen hat die Wilhelmsburger und Veddeler Biografien verfasst. Das Buch ist in der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg, Industriestr. 125, 21107 Hamburg zum Preis von 3 € zu erwerben.

TERMIN: 09.06.13 # 13:00 # STÜBENPLATZ # 21107 HAMBURG

Auslöffeln Aussaufen Auslecken Auskosten...

EINE HOMMAGE AN WOLFGANG BORCHERT

Ausloeffeln, Aussaufen, Auslecken, Auskosten,Ausquetschen, will ich dieses herrliche heiße sinnliche tolle unverständliche Leben!
Dieses pralle Lebensmotto konnte Wolfgang Borchert nur kurz so leben. Aus ihm sprach eine Ruhelosigkeit auf der Suche nach Zukunft. Er las internationale Literatur sowie die nach 1933 verbotenen Autoren. Borchert lehnte die Nazis ab und opponierte in naiver, gefährlicher Form. Er schrieb seine Traumata und Erlebnisse nieder und wurde zur wichtigen Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur. Wir wollen dieser "Stimme" nachspüren, Borchert aus der Legende als "verklärten Held jugendlicher Leser" (Rühmkorf) herausholen und ihn differenziert abbilden. Wir erstellen einen Pfad zur Beat Generation. Fragen ob Borchert die literarische Folie zur Nichtaufarbeitung des Faschismus in der Nachkriegsgeneration bot. Die Hommage an Wolfgang Borchert, wird musikalisch von Ulrich Kodjo Wendt und seinem Diatonischen Knopfakkordeon begleitet. Moderation, Lesung und Live Musik, Dauer ca. 90 Min.

TERMIN: 23.05.13 # 19:30 # LOGENSAAL der KAMMERSPIELE # Hartungstraße 9-11 # 20146 Hamburg

GIB DICH JEDEM EINDRUCK HIN!

Ein Abend für Jack Kerouac

Bebop, Jazz, Sex, Pot, Freiheit und Solidarität! Dies waren, im New York des Jahres 1946, die Zauberworte der Beatgeneration, die ständig unterwegs ist auf der Suche nach einem intensiveren Sein. Jack Kerouac entwickelt die sprachliche Syntax, der den Jazz, die Aktion, das Bewußtsein dieser Zeit spüren läßt. Eine Einladung zu einem literarischen Tauchgang in die unkonventionelle, spontane, chaotische aber stets kreative Welt der "Beatniks", die das Lebensgefühl der "Hippies" schon 20 Jahre vorher formulierten und maßgeblich eine ganze Generation von Künstlern wie Andy Warhol, Bob Dylan, Tom Waits. u.a beeinflusst. Moderation, Lesung und Musik aus der Dose ( Tom Waits, Charlie Parker, Jim Morrison, The Sonics, Slim Gaillard u.a.) Dauer ca. 90 Min.

TERMIN: 01.12.13 # 19:30 # KULTURWERKSTATT HARBURG # KANALPLATZ # 21079 Hamburg

TERMIN: 17.02.13 # 19:30 # ZINNSCHMELZE BARMBEK # Maurienstraße 19 # 22305 Hamburg

TERMIN: 31.01.13 # 19:30 # LOGENSAAL der KAMMERSPIELE # Hartungstraße 9-11 # 20146 Hamburg

TERMIN: 11.01.13 # 20:00 # LOLA KULTURZENTRUM # Lohbrügger Landstraße 8 # 21031 Hamburg

TERMIN: 16.12.12 # 19:45 # Golem # Große Elbstraße 14 # 22767 Hamburg - Eintritt ist frei!